Cesar Julio Romero Jr. (15. Februar 1907 – 1. Januar 1994) ist unvergesslich als Superschurke Joker in der ikonischen Batman-Fernsehserie der 1960er Jahre. Vor diesem TV-Durchbruch baute er eine beeindruckende Karriere als zuverlässiger Charakterdarsteller in Hollywood-Filmen auf.
Wichtige Fakten zu Cesar Romero
- Vollständiger Name: Cesar Julio Romero, Jr.
- Beruf: Schauspieler
- Geboren: 15. Februar 1907 in New York City, New York, USA
- Gestorben: 1. Januar 1994 in Santa Monica, Kalifornien, USA
- Bildung: Collegiate School for Boys, New York City
- Schlüsseleistung: Berühmt für seine Darstellung des Jokers in der Batman-Fernsehsendung der 1960er Jahre
Frühes Leben
Cesar Romero wuchs in eine wohlhabende kubanischstämmige Familie in New York City hinein und nannte sich stolz den „Latein aus Manhattan“. Als Enkel des kubanischen Helden und Autors José Martí profitierte er von den Erfolgen der Familienfirma im Zuckerhandel. Umgeben von New Yorker Prominenz entwickelte er früh sein Talent.
Als Teenager lernte er die Tänzerin Lisbeth Higgins kennen, mit der er eine Profi-Partnerschaft einging. Gemeinsam traten sie in New Yorker Nachtclubs und Theatern auf, darunter in Off-Broadway-Produktionen wie Stella Brady und Abendessen um acht.
Der Börsencrash 1929 brachte finanzielle Härten. Romero zog nach Hollywood, wohin seine Familie in den 1930er Jahren folgte.
Hollywood-Erfolg
Romeros Leinwanddebüt gab er 1934 als Latin-Gigolo in der Detektivkomödie The Thin Man. 1935 folgte seine erste Hauptrolle neben Marlene Dietrich in Der Teufel ist eine Frau. Danach dominierte er als Supporting Actor, oft an der Seite von Stars wie Shirley Temple in Wee Willie Winkie und Die kleine Prinzessin.
Ab 1939 verkörperte er in sechs B-Western den Cisco Kid. Sein letzter Film in der Rolle war 1941 Ride on Vaquero; Duncan Renaldo übernahm 1945.
In den frühen 1940ern glänzte Romero tänzerisch in Musicals mit Betty Grable und Carmen Miranda, etwa in Springtime in the Rockies und Wochenende in Havanna.
Der Zweite Weltkrieg pausierte seine Karriere: 1942 trat er der US Coast Guard bei und kämpfte im Pazifik, unter anderem bei Tinian und Saipan – ohne Privilegien trotz seines Ruhms.
Nach dem Krieg kehrte er zurück, brillierte 1947 neben Tyrone Power in Captain from Castile auf Wunsch von Darryl F. Zanuck. 1956 hatte er einen Cameo in dem Oscar-prämierten In 80 Tagen um die Welt, 1960 antagonisierte er Frank Sinatra als Duke Santos in Oceans 11 – einer von vier gemeinsamen Filmen.
Der Joker in der Batman-Fernsehserie
Romeros TV-Karriere startete Mitte der 1950er in The Martha Raye Show, gefolgt von Gastrollen in Hits wie Wagon Train und Der Mann von U.N.C.L.E.. 1966 wurde er zur Legende als Joker in Batman.


In lila Anzügen, mit weißem Clownsgesicht und grünen Haaren avancierte Romero zum Publikumsliebling. Über drei Jahre spielte er in zehn Episoden – öfter als jeder andere Schurke außer Burgess Merediths Pinguin.
Berühmt: Er rasierte seinen Schnurrbart nicht, das Make-up trug es sichtbar – ein Markenzeichen.
Spätere Karriere
1969 kehrte er ins Kino zurück, als Bösewicht A.J. Arno in der Disney-Trilogie mit Kurt Russell („Dexter Riley-Trilogie“), Höhepunkt 1975 Der stärkste Mann der Welt.
Im TV glänzte er in Alias Smith and Jones, als Dracula in Night Gallery (1971), als Milliardär Peter Stavros in 51 Folgen von Falcon Crest und 1990 als Tony Delvecchio in Golden Girls.
Tod und Vermächtnis
Romero verstarb am 1. Januar 1994 an einem Blutgerinnsel. Er prägte Batman als erster Joker, ebnete lateinamerikanischen Künstlern den Weg und blieb sechs Jahrzehnte ein gefragter Charakterdarsteller. Sein Gesicht zählt zu Hollywoods Ikonen.