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Stan Lee: Die Biografie des Schöpfers legendärer Marvel-Superhelden

Stan Lee, ein wegweisender Comic-Autor, Herausgeber und ehemaliger Vorsitzender von Marvel Comics, prägte die Popkultur maßgeblich. Zu seinen ikonischen Kreationen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts zählen Spider-Man, Hulk, die Fantastic Four und Iron Man. Er verstarb am 12. November 2018 in Los Angeles, Kalifornien.

Kurze Fakten: Stan Lee

  • Geboren: 28. Dezember 1922 in New York City, New York
  • Gestorben: 12. November 2018 in Los Angeles, Kalifornien
  • Eltern: Celia und Jack Lieber
  • Ehepartner: Joan B. Lee
  • Kinder: Joan Celia Lee und Jan Lee
  • Bekannt für: Schöpfer vieler erfolgreichster Marvel-Superhelden, darunter Spider-Man, Hulk, Doctor Strange, Daredevil, Iron Man und Fantastic Four

Frühe Jahre

Stanley Lieber, Sohn rumänisch-jüdischer Einwanderer der ersten Generation, kam 1922 im New York der 1920er Jahre zur Welt. Die Familie kämpfte während der Weltwirtschaftskrise. Als Kind flüchtete er in die Abenteuer von Schundromanen und frühen Filmen – Errol Flynn war ein Favorit. Mit neun Jahren wurde sein Bruder Larry Lieber geboren; als Teenager teilten sie ein Schlafsofa in einer kleinen Manhattan-Wohnung. Nach dem Schulabschluss jobbte Lee als Platzanweiser am Broadway, Sandwichbote und Nachrufschreiber, immer mit dem Traum vom großen amerikanischen Roman.

Durch Onkel Robbie Solomon kam er zur Verlagsbranche: Bei Timely Comics, das Pulp-Magazine und Comics produzierte, wurde er von Joe Simon eingestellt, Miterschaffer von Captain America zusammen mit Jack Kirby, Lees späterem Weggefährten.

Lee stieg schnell auf – vom Schreibarbeiter (Mittagessen holen, Tinte nachfüllen) zum Korrektor und schließlich zum Autor. Unter dem Pseudonym Stan Lee debütierte er mit einem Text in einer frühen Captain America-Ausgabe. Er schrieb Backup-Geschichten für Timelys Top-Titel, was ihn zum Herausgeber machte, als Simon und Kirby in den 1940er Jahren gingen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, wo er Handbücher, Ausbildungsfilme und Cartoons für Armeezeitungen schuf, kehrte er als Redakteur zu Timely zurück, das zu Atlas Comics wurde. Die Branche wandte sich Science-Fiction, Horror und Thrillern zu – Genres, die seine späteren Werke prägten.

Das Wunderzeitalter

Obwohl Superman und Batman früher starteten, boomten Superhelden erst in den 1950er Jahren. DC dominierte mit maskierten Vigilanten; Lee, erschöpft von anderen Genres, lenkte Atlas dorthin.

Marvel Comics entstand mit den Fantastic Four – fehlbaren, menschlichen Helden statt unfehlbarer DC-Ikonen. Hulk, Thor, X-Men und Iron Man waren Co-Kreationen mit Jack Kirby. Viele bildeten The Avengers.

1961 inspirierte eine Spinne Lee zu einem Helden für Jugendliche: Nach Skizzen von Kirby und Ditko entstand Peter Parker in Amazing Fantasy, dann Amazing Spider-Man – Marvels Bestseller. Lee thematisierte Bürgerrechte und Vietnam. Mit der „Marvel-Methode“ (Umrisse für Künstler, dann Dialoge) produzierte er massenhaft Comics.

Post-Spidey

In den 1970er Jahren wurde Lee Verlagsleiter und Hollywood-Vermittler. Er brachte The Incredible Hulk-TV-Serie, Spider-Man-Zeichentrick und frühe Filme (z. B. gescheitertes X-Men mit Danny DeVito als Wolverine).

Als Marvels Gesicht pflegte er Fan-Kontakt: Leserbriefe, „Stan's Soapbox“-Kolumne, Conventions. Später reduzierte er die Arbeit, war kurz Präsident und verließ Marvel.

1990er: Stan Lee Media scheiterte 2001 in einem Skandal. Daraus entstand POW! Entertainment mit Stripperella und Pamela Anderson.

Spätes Werk und Vermächtnis

Lee versuchte Neues: Stan Lees Kids Universe, Comikaze Expo, Autobiografie – oft mit rechtlichen Hürden. Er starb am 12. November 2018 in Los Angeles im Alter von 95 Jahren.