Der japanische Mangaka Kōhei Horikoshi beherrscht die Kunst, das Shōnen-Genre frisch und fesselnd zu gestalten. „My Hero Academia“ zählt zu den einflussreichsten Serien der 2010er Jahre und hat eine treue Fangemeinde weltweit erobert. Kein Wunder: Horikoshi nimmt das Superhelden-Thema auf und dreht es um – in seiner Welt sind „Quirks“ (Superkräfte) die Norm, nicht die Ausnahme.
Vergleiche mit Giganten wie Masashi Kishimoto („Naruto“) und Eiichirō Oda („One Piece“), die Horikoshi als Vorbilder nannte, drängen sich auf. Doch in einer entscheidenden Frage schlägt er einen anderen Weg ein: dem Ende seiner Serie.
Unsere Akademie wird nicht ewig bestehen
Sowohl „Naruto“ mit 72 Bänden (1999–2014) als auch „One Piece“ mit aktuell 103 Bänden laufen seit Jahrzehnten. Horikoshi hat jedoch andere Pläne.
Im Interview mit Anime News Network 2018 auf der San Diego Comic-Con erklärte er: Auf die Frage, ob „My Hero Academia“ mehr als 80 Bände wie „One Piece“ umfassen werde, antwortete er: „Nein, es wird nicht unendlich sein – ich habe nicht die Ausdauer dafür so lang wie One Piece. Ich möchte es kurz halten.“
Für Fans mag das bittersüß klingen, doch es ist eine kluge Entscheidung. Längere Serien riskieren oft an Kohärenz und Tempo zu verlieren, getrieben von kommerziellem Druck. Horikoshis Fokus auf Prägnanz sichert Qualität bis zum Schluss.
Mit 35 Bänden (Stand der Veröffentlichungen) nähert sich die Geschichte ihrem Höhepunkt. Wir können sicher sein: Horikoshi wird es „Plus Ultra“ machen.