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Exklusives Interview: Phil und Sarah Stokes enthüllen Clive Barkers 'Dark Worlds' – 50 Jahre kreativer Meisterleistungen

Die neu gestaltete Hulu-Version von "Hellraiser" unterstreicht die bleibende Wirkung von Clive Barkers Werk. Vor über 35 Jahren brachte der visionäre Autor, Dramatiker und Regisseur den Originalfilm heraus.

Für die langjährigen Freunde und Archivare Phil und Sarah Stokes ist "Hellraiser" nur ein Ausschnitt aus Barkers unermesslicher Fantasie. Nach fast 25 Jahren intensiver Recherche und Archivierung seines Œuvres präsentieren sie nun "Clive Barker's Dark Worlds" (Abrams Books) – eine akribisch recherchierte 352-seitige Chronik über mehr als 50 Jahre kreativer Projekte. Das Buch ist ab dem 18. Oktober in Buchhandlungen und online erhältlich.

Als Fans gestartet, gründeten die Stokes die Website Revelations und sammelten Materialien aus allen Facetten von Barkers Leben: Zeitungsartikel, persönliche Notizen, Bücher, Kurzgeschichten, Filme, Bühnenwerke, Skizzen, Gemälde, Fotografien und sogar seine vergessene Marvel-Comics-Serie.

In diesem exklusiven Interview mit Looper berichten Phil und Sarah Stokes über die jahrelange Arbeit am Buch und erklären, warum Barkers Kunst zeitlos fasziniert.

50 Jahre Höllenlärm

"Clive Barker's Dark Worlds" umspannt 50 Jahre Karriere. Welcher Aspekt von Clives Welt wird durch das Buch endlich gewürdigt? Gibt es Bereiche, die unterschätzt werden?

Phil Stokes: Es war eine große Herausforderung, über 50 Jahre abzudecken – Clive feierte kürzlich seinen 70. Geburtstag am 5. Oktober. Wir lernten ihn durch die "Books of Blood" kennen, die er kurz vor 30 verkauft hatte. Von da bis heute sind es 40 Jahre.

Uns faszinierte sein plötzlicher Aufstieg. "Hellraiser" und "Weaveworld" waren Meilensteine. Das Buch erinnert uns an die Wurzeln unserer Begeisterung. Viele kennen seine Malerei dank Ausgaben darüber, doch Fotografie und Poesie sind weniger bekannt. Bald werden mehr davon ausgestellt.

Es geht um die gesamte Bandbreite: Die Idee zählt, nicht das Medium. Clive wandelt Konzepte um – von Kurzgeschichte zu Comic. Wir lieben die wiederkehrenden Themen, die sich über Jahrzehnte entfalten.

Traumleser

Clives Traumaufzeichnungen sind beeindruckend: Er notiert sie sofort und lässt sie reifen.

Sarah Stokes: Faszinierend und mutig. Clive vertraut seinem Instinkt und wartet, bis das Medium passt.

Wurden Sie direkt nach den "Books of Blood" mit ihm aktiv?

Phil: Nein, das kam später. Unser erstes Interview war 1999, die Website Revelations läuft seit 1998/99. Wir retten Skizzen und Notizen, verfolgen ihre Entwicklung – oft vergisst Clive sie selbst. Das Archiv macht sie zugänglich und nährt unsere gemeinsame Leidenschaft.

So viel Material, nicht genug Platz

Wie entschieden Sie, was ins 352-seitige Buch passt?

Phil: Geplant waren 300 Seiten, Abrams gewährte 50 extra. Wir balancierten Visuelles und Text, Bekanntes und Neues, Fakten und Kommentare. Alles Medien abdeckend – manche Projekte bekamen vier Seiten, andere eine Erwähnung als Andeutung für zukünftige Werke.

Clive nannte es mal eine "Patchwork-Decke" – wir zeigten die verbindende Methode.

Sarah, unterschiedlich Ihr Gespür?

Sarah: Am Anfang kontrovers, dann fokussierten wir auf Erwartungen: Hellraiser, Candyman, Books of Blood, Weaveworld als Wegmarken. Dazwischen die versteckten Schätze.

Phil: Bei Patt gewinnt Sarah. [lacht]

Vergessene Werke

Überraschte etwas Neues, obwohl Clive sagt, ihr kennt ihn am besten?

Phil: Eher Erinnerungen an Vergessenes: Flops wie Razorline bei Marvel – vier von zehn Comics erschienen, dann brach die Branche ein. Kein Ideen-, sondern Verkaufsproblem.

Wäre Razorline MCU-tauglich?

Phil: Nicht im Kanon, es war Barkers Universum – fast ein CBU.

Überraschungen für Fans?

Sarah: Die Vielfalt – je nach Einstieg (Romane oder Filme) entdeckt jeder Neues.

Phil: Unser Ziel: Einstiegspunkte feiern und mehr zeigen. Graben oder nicht – liebe, was du liebst.

Clives Mitarbeiter

Ashley Laurence, seit Hellraiser 1987 Kollaborateurin – hilfreich?

Sarah: Gute Freundin.

Phil: Nicht direkt beteiligt, aber sie bekommt ein Exemplar. Das Buch ehrt alle Partner: Cenobiten, Comic-Künstler, Mick Garris (40 Jahre Zusammenarbeit). Clives Sandkasten-Mentalität.

Ashleys Kunst verstärkt die Verbindung.

Phil: Offene Geister nähren sich gegenseitig durch Respekt.

Clives Einleitung/Nachwort – ultimative Bestätigung?

Phil: Er mag es! Geschaffen ohne Druck – ein Herzensprojekt unserer Freundschaft.

Der ewige Reiz von Hellraiser

Was macht Hellraiser unsterblich?

Sarah: Starke Story plus visuelle Ikonen, subtil eingeführt.

Phil: Offene Fragen luden Interpretationen ein. Einzigartige Vision: Britisch-global, verstörend-glamourös. BFI-Sonderaufführung Ende Oktober in London.

Erinnerungen festhalten

Erste Pinhead-Erinnerung?

Sarah: Christopher Youngs dramatische Musik: Neugier statt Flucht.

Phil: Pre-Film-Promo in Fangoria/Starburst – beeindruckend, ernsthaft.

Barkers Artefakte öffentlich machen

Museum/Ausstellung geplant?

Phil: Ja, ambitioniertes Ziel: Wanderinstallation des Archivs, Entwicklung von Notizen zu Skripten zeigen.

"Clive Barker's Dark Worlds" von Phil und Sarah Stokes: Ab 18. Oktober bei Abrams Books.

Interview bearbeitet für Länge und Klarheit.