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Judy Garland: Die unvergessliche Ikone von 'Der Zauberer von Oz' – Biografie einer Hollywood-Legende

Judy Garland (10. Juni 1922 – 22. Juni 1969) zählt zu den größten Sängerinnen und Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie war die erste Solokünstlerin, die einen Grammy für das Album des Jahres erhielt, und das American Film Institute wählte sie unter die 10 größten weiblichen Stars des US-Kinos.

Frühe Jahre

Judy Garland wurde als Frances Ethel Gumm in Grand Rapids, Minnesota, geboren. Ihre Eltern traten als Varieté-Künstler auf, und schon bald gesellte sich Frances zu ihren älteren Schwestern Mary Jane und Dorothy als singende und tanzende Gumm Sisters. Um 1934 benannten sie sich in Garland Sisters um – ein Name, der professioneller klang. Frances wurde offiziell zu Judy. Die Gruppe löste sich 1935 auf, als die älteste Schwester Suzanne Lee Kahn heiratete.

Später 1935 nahm MGM die 13-jährige Judy ohne üblichen Screen-Test unter Vertrag. Das Studio rang damit, sie richtig zu vermarkten: Zu alt für Kinderrollen, zu jung für Erwachsenenparts. Nach anfänglichen Rückschlägen kam 1938 der Durchbruch neben Mickey Rooney in Love Finds Andy Hardy.

Privatleben

Judy Garlands Privatleben war von Tragödien und Turbulenzen gezeichnet. Mit 13 starb ihr 49-jähriger Vater an Meningitis und hinterließ sie emotional am Boden. Später brach ihr erste große Liebe, Bandleader Artie Shaw, mit Lana Turner ab und ließ Judy verzweifelt zurück. Am 18. Geburtstag verlobte sie sich mit dem verheirateten Musiker David Rose – nach dessen Scheidung heirateten sie kurz, doch 1944 endete die Ehe.

Nach einer Affäre mit Orson Welles heiratete Judy 1945 Regisseur Vincente Minnelli. Ihre Tochter Liza Minnelli wurde zur gefeierten Sängerin und Schauspielerin. 1951 folgte die Scheidung. In den 1940er Jahren litt Garland unter Nervenzusammenbrüchen, Depressionen, Alkoholproblemen und Elektroschocktherapien.

1952 heiratete sie Tourmanager Sid Luft; aus der Ehe gingen Lorna Luft und Joey Luft hervor. 1965 die Scheidung. Weitere Ehen folgten mit Mark Herron (1965–1969) und Mickey Deans (1969).

1959 diagnostizierten Ärzte akute Hepatitis; Garland rechnete mit nur fünf Jahren Leben. Erleichtert über die Abwesenheit von Druck erholte sie sich jedoch und kehrte auf die Bühne zurück.

Filmkarriere

Nach Erfolgen mit Mickey Rooney landete Judy 1939 die Rolle in Der Zauberer von Oz. Ihr Hit „Over the Rainbow“ wurde legendär. Sie erhielt einen Juvenile Academy Award für diesen Film und Babes in Arms.

In den 1940ern brillierte sie in Top-Filmen: Meet Me in St. Louis (1944) mit „The Trolley Song“ und „Have Yourself a Merry Little Christmas“. 1948 tanzte sie mit Fred Astaire in Die Osterparade, 1949 spielte sie mit Van Johnson in In the Good Old Summertime – inklusive Debüt ihrer Tochter Liza.

Bis 1950 galt sie als schwierig durch Drogen, Alkohol und Unpünktlichkeit. 1954 kam das Comeback in A Star Is Born mit Oscar-Nominierung. 1961 folgte eine weitere für Das Urteil von Nürnberg.

Musikkarriere

Ab den 1950ern dominierte Garland die Bühne. 1951 begeisterte sie Großbritannien und Irland. 1956 war sie Las Vegas' bestbezahlte Künstlerin mit 55.000 Dollar pro Woche.

Ihr TV-Debüt 1955 im Ford Star Jubilee war ein Hit. 1962/63 folgten Specials; The Judy Garland Show (1963–1964) erhielt vier Emmy-Nominierungen.

Das Carnegie-Hall-Konzert 1961 gilt als Höhepunkt: Das Album toppte neun Wochen die Charts und gewann einen Grammy. 1964 trat sie mit Liza im London Palladium auf. Letzter Auftritt: März 1969 in Kopenhagen.

Tod

Am 22. Juni 1969 fand man Judy Garland leblos in London. Todesursache: Unfall durch Barbiturat-Überdosis. Co-Star Ray Bolger sagte bei der Beerdigung: „Sie hat sich einfach abgenutzt.“ 2017 überführten ihre Kinder ihre Überreste nach Hollywood Forever.

Vermächtnis

Als größte Entertainerin aller Zeiten inspirierte Garland unzählige Biografien. AFI-Platz 8 der Top-Female-Stars; „Over the Rainbow“ bester Filmsong. Fünf Songs in den Top 100. Posthum Grammy Legend Award 1997, Briefmarken-Ehren.

Sie ist Ikone der LGBTQ+-Community durch ihre Kämpfe, Lager-Kultur und „Over the Rainbow“ als Regenbogen-Symbol.