Oprah Winfrey, geboren am 29. Januar 1954, ist eine weltbekannte Produzentin, Verlegerin, Buchkritikerin, Schauspielerin und Medienpersönlichkeit. Als lebendige Marke hat sie in Print, Radio, Fernsehen, Film, Online-Medien und Streaming beeindruckende Erfolge gefeiert.
Kurze Fakten: Oprah Winfrey
- Bekannt für: Produzentin, Verlegerin, Schauspielerin und Leiterin eines Medienimperiums
- Geboren: 29. Januar 1954 in Kosciusko, Mississippi
- Eltern: Vernita Lee und (Adoptivvater) Vernon Winfrey
- Bildung: Tennessee State University
- Veröffentlichte Werke: Der deutlich gemachte Weg: Entdecken Sie die Richtung und den Zweck Ihres Lebens
- Ehepartner: Keiner; langjährige Beziehung zu Stedman Graham (seit 1986)
- Kinder: Keine
Frühes Leben
Oprah Winfrey wurde am 29. Januar 1954 im ländlichen Kosciusko, Mississippi, als Tochter der unverheirateten Teenagerin Vernita Lee, einer Haushälterin, geboren und erhielt den Namen Orpah Gail Winfrey. Der biblische Name Orpah (aus dem Buch Ruth) wurde durch Aussprachefehler zu Oprah.
Ihre Kindheit war geprägt von einer Mischung aus akademischem Erfolg und familiären Herausforderungen. Bis zum sechsten Lebensjahr lebte sie bei ihrer Großmutter und lernte früh lesen.
1960 zog sie mit ihrer Mutter nach Milwaukee, Wisconsin, wo sie in Armut lebten. Trotz mangelnder Unterstützung und Missbrauchs durch Verwandte übersprang Oprah zwei Klassen und erhielt mit 13 ein Stipendium. Mit 14 wurde sie schwanger, doch ihr Sohn starb kurz nach der Geburt. Daraufhin zog sie zu ihrem Vater Vernon Winfrey nach Tennessee.
Vernon priorisierte Bildung streng: Oprah wurde eine Top-Schülerin, gewann ein Vollstipendium für die Tennessee State University und wurde mit 18 zur Miss Black Tennessee gekürt.
Frühe Karriere
Noch als Studentin startete Oprah ihre Medienkarriere bei einem Radiosender in Nashville. Bald wechselte sie zum Fernsehen und wurde die jüngste Nachrichtensprecherin sowie erste afroamerikanische Moderatorin bei WTVF-TV.
In Baltimore bei WJZ moderierte sie Nachrichten und wurde Co-Moderatorin der Talkshow People Are Talking – ihr Einstieg in größere Formate.
Oprah hatte Beziehungen zu Prominenten wie Roger Ebert und John Tesh. Seit 1986 ist sie mit Stedman Graham zusammen, ohne zu heiraten.
Talkshow-Moderatorin
1984 übernahm Oprah in Chicago die floppende AM Chicago bei WLS-TV. Ihr authentischer Stil katapultierte die Sendung binnen eines Jahres an die Spitze.
1986 wurde sie syndiziert als The Oprah Winfrey Show und überholte Donahue. Nach 25 Jahren und über 5.000 Folgen endete sie 2011. Oprah wählte einen einfühlsamen, informativen Ansatz statt Konfrontation.
2000 startete sie O, The Oprah Magazine, das erfolgreichste Magazin-Startup ever. 2011 gründete sie Oxygen und OWN (Oprah Winfrey Network).
Schauspielerin und Produzentin
1985 debütierte sie als Sofia in Spielbergs The Color Purple und erhielt eine Oscar-Nominierung. 1998 produzierte und spielte sie in Beloved.
Harpo Productions (Oprah rückwärts) adaptierte Their Eyes Were Watching God (2005) und kooperierte mit HBO. Sie lieh Stimmen in Charlotte’s Web (2006), Bee Movie (2007), The Princess and the Frog (2009) und spielte 2018 in A Wrinkle in Time.
Der Buchclub
Oprah’s Book Club (1996–2011) machte Bücher zu Bestsellern. James Freys A Million Little Pieces wurde enttarnt, doch insgesamt förderte sie 70 Titel, oft Klassiker.
Weitere Erfolge
Oprah mitautorisierte fünf Bücher, zuletzt 2019 The Path Made Clear. Sie kooperiert mit Apple für Streaming-Inhalte zu Mental Health und #MeToo.
Forbes schätzt ihr Vermögen 2019 auf 2,5 Milliarden USD. Sie spendete 425 Millionen USD, inklusive 100 Millionen für die Oprah Winfrey Leadership Academy in Südafrika. Eine Präsidentschaftskandidatur 2020 lehnte sie ab.
Quellen
- Coyle, Jake. „Oprah, Spielberg helfen Apple bei der Einführung eines neuen Streaming-Dienstes.“ Associated Press, 25. März 2019.
- Lügen, Anna. "Oprah Winfrey: Medienmogul." Edina, Minnesota: ABDO Publishing, 2011.
- Haughney, Christine. "Oprah am Scheideweg." The New York Times, 25. November 2012.
- Illouz, Eva. "Oprah Winfrey und der Glanz des Elends: Ein Essay über die Populärkultur." New York: Columbia University Press, 2003.
- Morin, Rebecca. "Oprah: 'Ich will nicht für das Präsidentenamt kandidieren'." Politico, 1. November 2018.
- "Oprah Winfrey." Forbes-Profil, 28. März 2019.
- Stelter, Brian. "Die Talkshow endet und Oprah macht weiter." The New York Times, 22. Mai 2011.
- Winfrey, Oprah. "Der deutlich gemachte Weg: Die Richtung und den Zweck deines Lebens entdecken." New York: Flatiron Books, 2019.