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Sopranfächer der Oper: Welche Stimmart Sopran sind Sie?

Die Klassifikation von Opernstimen in Fächer kann zunächst verwirrend wirken, ist aber entscheidend, um professionelle Opernsängerinnen voll zu verstehen und sich mit ihnen zu identifizieren. Fächer wie Sopran oder Alt definieren nicht nur den Stimmumfang, sondern berücksichtigen auch Klangfarbe (hell oder dunkel), Volumen und Gewicht (schwer oder leicht) der Stimme.

Sobald Sie die wichtigsten Sopranfächer kennen und wissen, welche Ihnen am besten gefallen, fällt es leichter, passende Opern auszuwählen, Karten zu buchen oder Aufnahmen zu erwerben. Später hilft das auch, für Ihre eigene Stimme die ideale Repertoire zu finden. Hier ein Überblick über die gängigsten Sopranfächer. Klicken Sie auf die Links, um Beispiele von Sängerinnen zu hören.

Sopran Acuto Sfogato

Sopran-Acuto-Sfogatos besitzen den höchsten Stimmumfang unter den Soprane. Sie meistern mühelos Töne oberhalb von F6. Oft als 'stratosphärische' Koloratursoprane bezeichnet, teilen sie Klang und Gewicht mit leichten oder dramatischen Koloraturen und singen vergleichbare Rollen.

  • Rollen: Wie bei hellen oder dunklen Koloraturen
  • Sopran Acuto Sfogato: Susanna Foster

Helle Koloratur

Eine sehr hohe, helle Stimme, bekannt für blumigen, agilen Gesang. Der Umfang reicht typisch bis F6 oben und C4 unten. 'Soprano leggero' beschreibt eine Variante mit wärmerem Timbre.

  • Rollen: Juliette in Roméo et Juliette von Gounod, Adele in Die Fledermaus von Johann Strauss jr.
  • Helle Koloratur: Rachele Gilmore

Dramatische Koloratur

Dramatische Koloraturen verbinden die Agilität leichter Koloraturen mit dunklerem, schwererem und oft größerem Klang.

  • Rollen: Königin der Nacht in Die Zauberflöte von Mozart, Donna Anna in Don Giovanni von Mozart, Lucia in Lucia di Lammermoor von Donizetti
  • Dramatische Koloratur: Joan Sutherland, Diana Damrau

Soubrette

Soubrettes haben einen leichten, hellen Ton mit etwas niedrigerem Register bis C6 oder hohes C. Ihre Rollen umfassen oft kokette Dienstmädchen oder Knabenfiguren. Viele Stars starten als Soubrette und wechseln später zu anspruchsvolleren Partien.

  • Rollen: Barbarina in Die Hochzeit des Figaro von Mozart, Oscar in Der Maskenball von Verdi, Zerlina in Don Giovanni von Mozart
  • Soubrette: Kathleen Battle, Dawn Upshaw

Leichter lyrischer Sopran

Lyrische Soprane sind der häufigste Typ – 'Lyrik' steht für Leichtigkeit. Ihr warmer, süßer Ton trägt über ein volles Orchester, oft in jungen Heldinnenrollen. Der leichte Lyrische ist brillanter und etwas leichter als der volle.

  • Rollen: Gretel in Hänsel und Gretel von Humperdinck, Contessa in Die Hochzeit des Figaro von Mozart, Elizabeth Doe in Die Ballade von Baby Doe von Douglas Moore
  • Leichter lyrischer Sopran: Lucia Popp, Anna Moffo

Voll lyrischer Sopran

Vollständige Lyrische haben einen wärmeren, größeren Klang als der leichte Typ.

  • Rollen: Mimi in La Bohème von Puccini, Cio-Cio-San in Madama Butterfly von Puccini, Donna Elvira in Don Giovanni von Mozart
  • Voll lyrischer Sopran: Renée Fleming

Spinto-Sopran

Spintos klingen schwerer und dunkler als Lyrische, aber leichter als Dramatischer.

  • Rollen: Lyrische und einige dramatische Partien
  • Spinto-Sopran: Leontyne Price, Renata Tebaldi

Dramatischer Sopran

Dramatische Soprane überzeugen mit dunklem Timbre und enormem Volumen. Ihr Umfang liegt meist zwischen C4/Mittels C und D6.

  • Rollen: Tosca in Tosca von Puccini, Marschallin in Der Rosenkavalier von Richard Strauss, Minnie in La fanciulla del West von Puccini
  • Dramatischer Sopran: Jessye Norman

Wagner-Sopran

Wagner-Soprane dominieren große Orchester mit 80–100 Instrumenten. Ihre Stimmen sind am dunkelsten, größten und projiziertesten.

  • Rollen: Isolde in Tristan und Isolde von Wagner, Brünnhilde in Die Walküre von Wagner
  • Wagner-Soprane: Deborah Voigt, Jane Eaglen, Birgit Nilsson