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Shoshana und JewishMemesOnly: Jüdischer Humor trifft Tora-Geschichten – mit über 20.000 Followern

Als Shoshana eine Instagram-Meme-Seite für ihre Freunde startete, hätte sie nie gedacht, dass auch völlig Fremde sich damit anfreunden würden.

Mit über 20.000 Followern teilt JewishMemesOnly nuancierten Humor über jüdisches Leben und Literatur – eine Plattform voller Insiderwitze.

Für die 27-Jährige ist es eine frische Art, die jüdische Kultur neu zu entdecken und zu schätzen.

„Manchmal öffnet das Einfügen eines Simpsons-Screenshots in eine Thora-Geschichte völlig neue Analysenperspektiven“, erklärt sie.

„Es war unerwartet, aber ich liebe es, wie ein simpler Witz mir ein neues Verständnis für Lebenslange Geschichten schenkt.“

Im Gespräch mit Shoshana als jüdische queer Person teilt sie ihre Erfahrungen offen.

Shoshanas Geschichte

Ich wuchs in Sydneys jüdischer Gemeinde auf.

Sie ist offener als viele andere weltweit, eingebettet in die östlichen Vororte – schwer, Kinder vor Strand und Bikinis zu schützen.

Ich besuchte eine ultraorthodoxe Schule, doch meine Familie war modern-orthodox.

Moderne Orthodoxie bedeutet, aktiv in der modernen Welt mitzuwirken und Halacha (jüdisches Gesetz) einzuhalten: Studium, Karriere in der säkularen Welt.

Ultraorthodoxie in Australien ist milder als anderswo, folgt aber strenger den jüdischen Gesetzen.

'Es fühlte sich so natürlich an'

In der Highschool merkte ich, dass ich queer bin, und akzeptierte zunächst, mich nie zu outen.

Nach der Schule nahm ich ein Gap Year und studierte an einem religiösen Seminar.

Shoshana und JewishMemesOnly: Jüdischer Humor trifft Tora-Geschichten – mit über 20.000 Followern

Dort erkannte ich: Jüdisches Leben dreht sich nicht nur um Gesetze von G-tt, sondern um Sozialisierung. Die Trennung zwischen meiner G-tt-Beziehung und der Gemeinde half enorm.

Ich fühlte nie Verrat an G-tt oder Sünde. Queerness-Regeln im Judentum sind nuancierter, als man denkt.

Langsam outete ich mich bei Freunden, in den letzten Jahren offener als lesbische Frau.

Das Judentum macht mich bewusst für die Welt – Queerness ebenso. Beides schiebt an den Rand, schafft einzigartige Perspektiven und ergänzt sich perfekt.

Eine Online-Community

Ich startete JewishMemesOnly im November 2019.

Zuerst sortierte ich selbstgemachte jüdische Memes für Freunde auf Instagram.

COVID 2020 war der Auslöser: Alle online, mein Portfolio bereit – seitdem boomt es.

Ich poste Nischenwitze, die mich zum Lachen bringen, und hoffe, sie amüsieren andere.

Die meisten Follower sind jüdisch wegen der Insider-Referenzen, doch einige Christen lieben die biblischen Memes.

Phänomenal: Eine Community entstand, die aus Posts lernt, Leidenschaft fürs Judentum neu entfacht – obwohl ich keine Bildungsseite wollte.

Als Pädagogik-Studentin mit Fokus auf jüdische Bildung sehe ich es jetzt so: Es macht Begriffe zugänglich und weckt Begeisterung.

Können Memes die Welt verändern?

Juden erscheinen in Nachrichten oft nur durch Antisemitismus.

Junge ohne jüdische Freunde kennen uns nur negativ – Kanye, Hakenkreuze an Synagogen. Das betrübt mich.

Ausnahme: Miami Boys Choir ging auf TikTok viral – sie taten mehr für Juden als Moses.

Remixe ihres hebräischen Yerushalayim-Lieds mit Millionen Views. Ich kenne diese nebbishe Musik aus der Kindheit.

Perfekt campy: Glänzender Samt, Satinhemden. Viralität macht Sinn, doch Kontrollverlust ängstigt.

Internet-Humor bekämpft Antisemitismus nicht direkt. Meine Seite schafft einen sicheren Raum – liberal mit Bans.

Comedy funktioniert durch tiefe Liebe zum Inhalt. Humor verbindet die Community.

Ultimatives Ziel: Natalie Portman folgt mir. Natalie, falls du liest: Folge uns!