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Die faszinierende Verbindung von Poesie und Musik: Berühmte Beispiele aus der Geschichte

Künstlerische Ausdrucksformen wie Musik, Tanz, Poesie und Malerei inspirieren sich öfter, als man denkt. Ein Musikstück kann Choreografen zu neuen Bewegungen anregen, ein Gemälde Dichter zu tiefgründigen Versen. Besonders eng verknüpt sind Poesie und Musik durch gemeinsame Elemente wie Metrum und Reim. Als Kunsthistorikerin habe ich unzählige Beispiele studiert, wo Lieder direkt aus Gedichten entstanden sind. Hier einige der markantesten:

Von Gedichten inspirierte Lieder

  • "Heil dem Häuptling": Der Titel geht zurück auf das Gedicht The Lady of the Lake von Sir Walter Scott, erschienen am 8. Mai 1810. Es umfasst sechs Gesänge – The Chase, The Island, The Gathering, Die Prophezeiung, der Kampf und der Wachraum. Die Worte "Hail to the Chief" finden sich in Strophe XIX des zweiten Gesangs.
  • "Auld Lang Syne": Dieses traditionelle schottische Lied basiert auf einem Gedicht von Robert Burns (1759–1896), dem schottischen Nationaldichter. 1786 veröffentlichte er seine erste Sammlung Poems, Chiefly in the Scottish Dialect, bekannt als Kilmarnock-Edition.
  • "Amerika das Schöne": Die Lyrics stammen aus dem gleichnamigen Gedicht von Katharine Lee Bates (1859–1929). Sie schrieb es 1893, überarbeitete es 1904 und 1911. Bates war Lehrerin, Dichterin und Autorin, unter anderem von America the Beautiful and Other Poems (1911).
  • "Welches Kind ist das?": Der Text wurde von Hymnendichter William Chatterton Dix (1837–1898) verfasst. Die drei Strophen entstammen seinem Gedicht The Manger Throne und wurden mit der traditionellen Melodie "Greensleeves" (14. Jahrhundert) vertont.
  • "O kleine Stadt Bethlehem": Phillips Brooks (1835–1893), episkopaler Geistlicher, besuchte 1865 Bethlehem und schrieb 1867 das Gedicht. 1868 komponierte Organist Lewis Redner die Melodie.

Viele Komponisten ließen sich von Gedichten inspirieren und vertonten sie direkt. Basierend auf jahrelanger Auseinandersetzung mit der Musikgeschichte hier herausragende Vertonungen:

Vertonte Gedichte

  • Josquin des Prez vertonte ein Gedicht von Jean Molinet zu Ehren von Johannes Ockeghem.
  • Claude Debussys Prélude à l'après-midi d'un faune basiert auf Stéphane Mallarmés Gedicht.
  • Samuel Barbers "Dover Beach" vertont das Gedicht von Matthew Arnold.
  • Paul Dukas' berühmtes "The Sorcerer's Apprentice" adaptiert Goethes "Der Zauberlehrling".
  • Edvard Grieg vertonte Werke des Dichters Bjørnstjerne Bjørnson.
  • Jean Sibelius musizierte Gedichte von J.L. Runeberg.
  • Edward Elgars "Scenes from the Bavarian Highlands" vertont Gedichte seiner Frau.
  • Amy Beachs "Ah, Love, But a Day" und "The Year's at the Spring" folgen Robert Brownings Versen.