Vorbei sind die Zeiten, in denen man den Fernseher genau zum Sendungsbeginn einschalten musste, um die Fernbedienung erkämpfen und ungewollte Jingles auswendig lernen zu müssen.
Obwohl ich jahrelang werbefreie Streaming-Dienste genutzt habe, merke ich mir noch immer die Nummer der Reading Writing Hotline (1300 6555 06), dass die Chinesische Mauer "um die Kaninchen draußen zu halten" gebaut wurde, und dass man manchmal – nur manchmal – Milch möchte, die wie echte Milch schmeckt.
Streaming ist praktisch, doch es fehlt der Sprint zum Klo, der Wasserkocher oder der Raid am Kühlschrank während einer Free-to-Air-Werbeunterbrechung.
Werden Streaming-Nutzer nach Netflix' Ankündigung eines Werbeplans mehr Werbung wählen?
Das ABC Everyday-Team erinnert sich an einige unserer liebsten Werbespots vergangener Jahre.
'Porque No los Dos?'
Wird geladenIch spreche kein Spanisch. Dennoch schießt mir bei schwierigen Entscheidungen dieser optimistische Satz durch den Kopf: „Porque no los dos?“
Es ist die Zeile eines Mädchens, das in seiner Familie die quälende Taco-Frage löst – hart oder weich? – mit einem Lächeln: „Warum nicht beides?“
Die Reaktion ist überwältigend: Straßenpartys, tobende Menge, das Mädchen auf Schultern getragen.
Mein Fazit? Wenige Dilemmata widerstehen diesem Satz nicht.
Ausschlafen oder frühstücken? Porque no los dos? Frühstück im Bett!
Haus putzen oder meiden? Porque no los dos? Halbherzig wischen und verstecken!
– Evie Dwyer
'Hack den Daddy nicht!'
Wird geladenWas mich an dieser Zeile so festhält, weiß ich nicht genau.
Spürte ich Mitleid mit dem Lolly-Dinosaurier? So sehr, dass ich ihn nicht geschnitten sehen konnte? Möglich.
Damals log ich erstmals groß: Ich klaute Gummischlangen aus dem Schrank, versteckte sie hinter dem Puppenhaus. Bei Konfrontation: Ein Räuber war's. Eltern glaubten mir vollends.
Heute steht ein Lutscherglas auf meinem Schreibtisch. Doch im Dinosaurier-Kopf höre ich noch: „Chop it!“
– Rachel Rasker
'Ist es genauso gut?'
Wird geladenIch trinke keinen Tee. Doch diese Anzeige aus den frühen 2000ern beeindruckte mich sofort.
Sie parodiert australische Kultur: Ein Mann lobt den Tee seiner Partnerin mit „Das ist so gut wie es geht“ am See-Campingplatz.
Dann der Wahnsinn: Ein Hund fragt „Ris it?“, alle singen übers Tee, Ned-Kelly-Maske, Kinder mit Instrumenten, Wasserski mit Teebeutel, Drag-Act auf Pavlova.
Ich sah sie als Expat in London routinemäßig – pure Nostalgie.
– Yasmin Jeffery
'G-O-G-G-O'
Wird geladenAuf einer Microcars-Messe zauberte ein Goggomobil mir ein Lächeln ins Gesicht.
In den 90ern buchstabierten Kinder jahrelang „G-O-G-G-O“ mit falschem schottischem Akzent.
Der große Mann im winzigen Auto, frustriert buchstabierend – Comedy-Gold.
Wir nutzen keine gelben Bücher mehr, doch die Werbung rockt weiter. Tommy Dysart mit „Ist Don. Ist gut.“ – Legende!
– Christian Harimanow
'Marge, der Regen ist da!'
Wird geladenAustralisches Outback, Wellblechdach, erste Regentropfen nach Dürre – ikonisches Setting.
Für 90er-Fernsehzuschauer pure Erinnerung an die Mais-Werbung.
Als Top-End-Kind fühlte ich mich heimisch.
1997, vor schlimmster Dürre seit Kolonialzeit: Saftige Maiskolben halfen durchhalten. Heute rufe ich bei Regen einfach „Marge“ – sie versteht.
– Matt Garrow