Hollywood jagt seit Jahrzehnten dem Erfolg der Videospiele hinterher. Viele Adaptionen populärer Games scheiterten kommerziell und kritisch, doch das hält die großen Studios nicht davon ab, die Gaming-Community um Ideen anzuzapfen. Netflix sticht hier heraus und hat mit seinen Spiel-inspirierten Projekten beeindruckende Erfolge gefeiert.
Die Netflix-Serie "The Witcher" basiert primär auf Andrzej Sapkowskis Fantasy-Romanen, doch die immense Popularität der Adaption mit Henry Cavill wäre ohne die treue Fangemeinde der CD Projekt Red-Spiele kaum denkbar. Ähnlich vereint nun "Cyberpunk: Edgerunners" TV- und Gaming-Fans: Die Anime-Serie aus September basiert auf "Cyberpunk 2077" von CD Projekt Red (2020) und teilt mehr mit "The Witcher" als nur den Entwickler.
Cyberpunk: Edgerunners steigert die Popularität von Cyberpunk 2077
"Cyberpunk: Edgerunners" hat das Interesse am Ursprungsspiel neu entfacht. Laut Eurogamer erreichte "Cyberpunk 2077" am 16. September – nur drei Tage nach der Netflix-Premiere – 37.000 gleichzeitige Spieler und kletterte auf Steam an die Spitze vor Titeln wie "Elden Ring".
SteamDB zufolge setzte der Erfolg fort: Am 18. September zählte das Spiel 85.555 gleichzeitige Spieler – die zweithöchste Zahl seit der kontroversen Veröffentlichung Ende 2020 (via Kotaku). Das erinnert stark an "The Witcher 3: Wild Hunt": Nach der Premiere von Staffel 1 im Dezember 2019 meldete Polygon Rekordspielerzahlen.
"Cyberpunk: Edgerunners" hat für "Cyberpunk 2077" genau das geleistet wie "The Witcher" für "The Witcher 3". Netflix und CD Projekt Red schmieden eine profitable Partnerschaft – ein Erfolgsmodell, das vielen Hollywood-Studios fehlt.