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Strophenlieder verstehen: Die klassische Form mit Beispielen und Geschichte

Ein Strophenlied ist eine Liedform, bei der jede Strophe dieselbe Melodie verwendet, jedoch mit unterschiedlichen Texten. Diese Struktur wird auch als AAA-Form oder einteilige Liedform bezeichnet und zeichnet sich durch ihre repetitive Natur aus.

Als eine der ältesten Liedformen dient die Strophenform seit Jahrhunderten als bewährte Vorlage für Komponisten. Ihre Stärke liegt in der einfachen Erweiterung durch Wiederholung, was die Lieder besonders leicht merkfähig macht.

Durchkomponiertes Lied

Im Gegensatz zum Strophenlied weist ein durchkomponiertes Lied jeder Strophe eine eigene, neue Melodie zu.

Etymologie

Das Wort „strophisch“ geht auf das griechische „strophē“ zurück, das „Drehung“ oder „Wendung“ bedeutet.

Refrains

Obwohl Strophenlieder durch variierende Texte in den Strophen gekennzeichnet sind, können sie einen Refrain enthalten – eine wiederholte lyrische Zeile, meist am Ende jeder Strophe, aber auch am Anfang oder in der Mitte.

Liedbeispiele

Die Strophenform findet sich in Kunstliedern, Balladen, Weihnachtsliedern, Hymnen, Country-Songs und Volksliedern – genreübergreifend und zeitlos.

Zu den Klassikern aus dem 19. Jahrhundert oder früher zählen „Silent Night“ und „While Shepherds Watched Their Flocks at Night“. Mit Refrain versehen sind „O Susanna“ und „God Rest Ye Merry Gentlemen“.

Moderne Beispiele sind Johnny Cashs „I Walk the Line“, Bob Dylans „The Times They Are A-Changin’“ oder Simon & Garfunks „Scarborough Fair“.

Aufgrund ihrer Simplizität eignet sich die Form ideal für Kinderlieder wie „Old MacDonald“ oder „Mary Had a Little Lamb“, mit denen viele früh vertraut werden.