Natalie Portman und Bücher – das passt zusammen wie Thor und sein mystischer Hammer Mjolnir.
Die Oscar-Preisträgerin und Harvard-Absolventin pflegt auf Instagram ihren #nataliesbookclub, eine Hommage an die Literatur. Parallel bereitet sie sich in Australien auf die Dreharbeiten zu Thor: Love and Thunder vor. Darin verkörpert sie Jane Foster, die ehemalige Krankenschwester, die zur Kriegerin wird und Thors mächtigen Hammer führt.
In der Quarantänezeit hat Portman ihr Kinderbuch Natalie Portman’s Fables vollendet. Es erscheint am 20. Oktober und interpretiert Klassiker wie Die Schildkröte und der Hase, Die drei kleinen Schweinchen sowie Landmaus und Stadtmaus modern und geschlechtergerecht neu. Portman war per Zoom an jedem Detail beteiligt – vom Text bis zum Layout. Sie schrieb es für ihre beiden Kinder.
„Es war so aufregend, ein Buch für sie zu machen. Ich habe eine tiefe Liebe zu ihnen“, erklärt Portman gegenüber Fatherly. „Diese greifbare Form dessen, was mir wichtig ist – Empathie im Kern –, soll sie inspirieren.“
Bei der Geburt ihrer Tochter Amalia (damals 3 Jahre) überschwemmten sie Bücherregale. Während sie ihrem Sohn Aleph (heute 9) fantasievolle Geschichten vorlas, waren die für Amalia oft feministisch und zu komplex. „Ich wollte klassische Geschichten mit vielfältigen Charakteren, die unsere Welt spiegeln – halb männlich, halb weiblich“, sagt die mit Choreograf Benjamin Millepied verheiratete Portman.
Im Interview mit Fatherly spricht die Star-Schauspielerin über Geschlechterstereotype, Star-Wars-Filme für ihre Kinder und Tricks gegen Gemüse-Muffel.
Sie sind eine leidenschaftliche Leserin mit eigenem Buchclub. Haben Sie das meiste während des Lockdowns geschrieben?
Ja, der Plan entstand vor der Pandemie, aber der Großteil der Arbeit fiel in diese Zeit. Es war traurig, nicht live mit Illustrator und Verlag zu arbeiten – alles lief remote. Dennoch war das Timing ideal: Ich hatte endlich Zeit dafür.
Wie besprechen Sie Geschlechterrollen mit Ihren Kindern?
Man muss altersgerecht vorgehen. Einem 3-Jährigen erkläre ich keine systemischen Barrieren. Für Jungen ist es entscheidend, den Einfluss ihrer Worte zu verstehen. Im Kern geht es um Empathie: Sich in andere hineinversetzen. Jungs brauchen das oft mehr. Ich lese Geschichten mit Protagonisten aller Geschlechter, Hintergründe und Fähigkeiten.
Erziehen Sie Sohn und Tochter unterschiedlich?
Bisher nicht. Überraschend ist, wie verschieden Kinder sind – unabhängig vom Geschlecht. Ich achte darauf, dass sie Bücher und Filme mit starken weiblichen Figuren konsumieren.
Wie haben Sie das Schreiben neben Kochvideos und Engagements untergebracht?
Ich reservierte täglich zwei Stunden dafür. Es war eine willkommene Ablenkung.
Wissen Ihre Kinder vom Buch?
Sie freuen sich riesig über ihre Namen in der Widmung.
Ihre Empfehlungen umfassen Ferrante und Evaristo. Welches Kinderbuch hat Sie geprägt?
Eloise – ein Mädchen mit Persönlichkeit, das kreativ und regelbrechend ist, ohne bestraft zu werden.
Zu Thor: Spoiler?
Ich trainiere für Muskeln. Basierend auf The Mighty Thor, wo Jane Krebs bekämpft und Superheldin ist. Mehr weibliche Helden sind super!
Star Wars als Mama?
Meine Kinder sehen erst die Filme ohne mich – seltsam, sie als etwas anderes zu erleben. Aber toll, Teil ihrer Fantasiewelt zu sein.
Tipps gegen Gemüse-Hass?
Als ersten Gang servieren, wenn sie hungrig sind – vor Pasta oder Protein. Das klappt!
Natalie Portman’s Fables erscheint am 20. Oktober. Vorbestellbar.

Natalie Portmans neu interpretierte Märchen sind ein Muss für Familien.
11,35 €